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Regressversicherung für Ärzte
Selbst kleine Dokumentationsfehler oder nicht belegbare Praxisbesonderheiten können zu erheblichen Forderungen führen.

Westfalen ist Mittelstandsland: Handwerk, Produktion, Landwirtschaft, Handel und viele Familienbetriebe zwischen Hamm, Dortmund, Münster, Bielefeld und dem Umland. Häufig sind Betrieb und Familie wirtschaftlich dasselbe — dann muss die Absicherung beide Seiten zusammen denken, nicht getrennt.
- ✔ Angestellte Ärzte in MVZ oder Klinikambulanzen Viele MVZ reichen Regressforderungen bei grober Fahrlässigkeit weiter.
- Versicherer prüfen daher individuell, ob erhöhtes Risiko durch Verordnungen, Laborleistungen oder besondere Praxisstrukturen besteht – und passen die Beiträge entsprechend an.
- Selbst kleine Dokumentationsfehler oder nicht belegbare Praxisbesonderheiten können zu erheblichen Forderungen führen.
Im Schadenfall und beim Vertrag3 Abschnitte
Typische Schadenbeispiele
Warum ist eine Regressversicherung für Ärzte notwendig?
Die KV prüft Ärzte regelmäßig auf die Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebots (§12 SGB V). Werden Verordnungen, Überweisungen oder diagnostische Maßnahmen als unwirtschaftlich bewertet, drohen Rückforderungen:
Das leistet die Regressversicherung
Was es kostet und wie sich der Beitrag entwickelt3 Abschnitte
Warum variieren die Preise so stark?
Regressrisiken unterscheiden sich erheblich zwischen den Fachrichtungen. Beispiele:
Versicherer prüfen daher individuell, ob erhöhtes Risiko durch Verordnungen, Laborleistungen oder besondere Praxisstrukturen besteht – und passen die Beiträge entsprechend an.
Unsere Empfehlung für Ärzte zur Regressversicherung
- Mindestens 100.000 € Deckungssumme
- Für größere Praxen und MVZ 150.000–250.000 €
Für wen ist die Regressversicherung geeignet?
✔ Niedergelassene Ärzte Hauptzielgruppe – da sie persönlich regresspflichtig sind.
✔ Gemeinschaftspraxen & BAG Alle Ärzte müssen versichert werden.
✔ Angestellte Ärzte in MVZ oder Klinikambulanzen Viele MVZ reichen Regressforderungen bei grober Fahrlässigkeit weiter.
✔ Krankenhausärzte (optional) Besonders wichtig bei dokumentationsintensiven Fächern.
Arzt-Typ Warum?
✔ Ja KV-Regresse können existenzbedrohend sein Gemeinschaftspraxen ✔ Ja, alle Ärzte gemeinsam gesetzlich & vertraglich MVZ‑Angestellte ✔ oft sinnvoll Arbeitgeber kann bei grober Fahrlässigkeit regressieren Krankenhausärzte ✔ teilweise je nach Vertrag & Arbeitgeber-Regress Privatärzte ohne GKV-Bezug ✖ eher nein kein KV‑Wirtschaftlichkeitsregress
Was kostet eine Regressversicherung für Ärzte?
Die Regressversicherung ist eine spezialisierte Absicherung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte , die vor finanziellen Rückforderungen der Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen schützt. Da Regressforderungen schnell in den fünf- bis sechsstelligen Bereich steigen können, zählt diese Police zu den wichtigsten zusätzlichen Berufsschutz-Bausteinen im Gesundheitswesen.
Die Kosten einer Regressversicherung für Ärzte werden nicht öffentlich als feste Preisliste kommuniziert, weil Versicherer die Beiträge individuell kalkulieren – abhängig von:
Daher geben Anbieter die genauen Prämien nur auf Anfrage heraus.
Allerdings lässt sich aus Branchenangaben folgendes ableiten:
Bevor es ins Detail geht: Erzählen Sie uns kurz, wie Ihr Betrieb aufgestellt ist — wir sagen Ihnen, was zählt.
Was macht der Betrieb heute wirklich — und steht das so im Vertrag?
Tätigkeitsschäden, Außenversicherung, Betriebsunterbrechung: wir prüfen Bedingungen, nicht Beiträge.
Sie entscheiden. Was passt, bleibt — auch beim bisherigen Versicherer.
Wischen Sie durch die Schritte.
Als Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO vergütet über die Courtage — keine Zusatzkosten für den Betrieb.
Regressversicherung für Ärzte im Detail.
Was ein Regress ist — und warum er anders trifft als ein Haftpflichtfall
Ein Haftpflichtschaden entsteht, wenn ein Patient zu Schaden kommt. Ein Regress entsteht, wenn niemand zu Schaden kommt: Die Krankenkassen oder die Kassenärztliche Vereinigung prüfen nach § 106 SGB V, ob die Verordnungen eines Vertragsarztes wirtschaftlich waren — Arzneimittel, Heilmittel wie Physiotherapie, Hilfsmittel, Sprechstundenbedarf. Stellt das Prüfgremium fest, dass das Verordnungsvolumen die Vergleichsgruppe ohne anerkannte Praxisbesonderheit überschreitet, fordert es die Differenz zurück — vom Arzt persönlich.
Das Besondere: Die Forderung kommt Jahre nach der Verordnung, sie kann sich auf ganze Quartale beziehen, und sie richtet sich nicht nach einem Fehler im Einzelfall, sondern nach Statistik. Eine Praxis mit vielen chronisch kranken oder älteren Patienten ist schneller betroffen als eine mit jungen — nicht weil sie schlechter behandelt, sondern weil sie mehr verordnet. Die Berufshaftpflicht deckt diesen Fall nicht, denn es fehlt der Schaden am Patienten.
Was die Regressversicherung übernimmt
Die Regressversicherung ersetzt die festgesetzte Rückforderung aus der Wirtschaftlichkeitsprüfung bis zur vereinbarten Summe — und, mindestens ebenso wichtig, die Kosten des Verfahrens: Stellungnahmen gegenüber dem Prüfgremium, anwaltliche Vertretung, Widerspruch und Klage vor dem Sozialgericht. Viele Regresse werden im Verfahren deutlich reduziert oder ganz abgewendet, weil Praxisbesonderheiten nachträglich anerkannt werden; dafür braucht es Zeit, Fachwissen und Beratung, die sonst aus eigener Tasche bezahlt würde.
Nicht versichert ist, was kein Regress ist: die vorsätzlich falsche Abrechnung, die Honorarkürzung wegen Plausibilitätsprüfung und der Haftpflichtschaden am Patienten — dafür gibt es die Berufshaftpflicht und den Strafrechtsschutz. Und wie überall gilt: Was vor Vertragsbeginn bereits angekündigt oder bekannt war, ist nicht mehr versicherbar.
Worauf es im Vertrag ankommt
Weil Prüfungen Jahre zurückreichen, ist die zeitliche Deckung entscheidend: Der Vertrag muss regeln, ob der Zeitpunkt der Verordnung, der Prüfung oder der Festsetzung zählt, und wie lange nach Vertragsende noch gemeldet werden darf (Nachhaftung). Wer die Versicherung wechselt oder die Praxis abgibt, sollte die Lücke zwischen altem und neuem Vertrag schließen — sonst trifft der Regress für ein längst vergangenes Quartal genau in diese Lücke.
Die Versicherungssumme richtet sich nach dem Verordnungsvolumen und der Fachgruppe: Hausärzte mit vielen Chronikern, Orthopäden mit hohem Heilmittelanteil, Onkologen mit teuren Arzneimitteln brauchen andere Summen als eine Praxis mit wenigen Verordnungen. Selbstbehalt, Mitversicherung angestellter Ärzte, Praxisgemeinschaft oder MVZ und die Frage, ob Sprechstundenbedarf eingeschlossen ist, gehören ebenfalls geprüft — jede dieser Klauseln entscheidet im Ernstfall über die Leistung.
Sie wissen jetzt, worauf es ankommt. Wo Ihr Betrieb steht, zeigt der Bedarfscheck in ein paar Minuten.
Häufige Fragen.
Was kostet die Gewerbeberatung?
Für Sie nichts. Als Makler werden wir über die Courtage vergütet, die im Versicherungsbeitrag bereits enthalten ist. Eine gesonderte Vergütung gäbe es nur nach ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung.
Müssen wir bestehende Verträge kündigen?
Nein. Was gut ist, bleibt — und manches ist besser, als es aussieht. Gewechselt wird nur mit erkennbarem Vorteil für den Betrieb und erst, wenn der neue Schutz steht.
Kommen Sie zu uns auf den Hof oder in den Betrieb?
Ja. Gerade wenn Gebäude, Maschinen oder Lager eine Rolle spielen, ist der Termin vor Ort sinnvoll — wir sind in ganz Westfalen unterwegs. Für alles Weitere geht es online per Video, ohne dass jemand den Betrieb verlassen muss.
