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IT-Haftpflichtversicherung für IT-Dienstleister & Systemhäuser
IT-Haftpflicht, Cyber, Schlüsselverlust und Auftragsverarbeitung für IT-Dienstleister und Systemhäuser in Westfalen: frei verglichen.
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IT-Dienstleister und Systemhäuser in Westfalen tragen eine besondere Last: Sie halten die Systeme anderer Betriebe am Laufen und stehen deshalb bei jedem Fehler als Erste im Feuer. Ob in Hamm, Münster, Bielefeld oder Dortmund, die Risiken ähneln sich. Haftung gegenüber Kunden, eigene Datenvorfälle und fremde Zugänge greifen ineinander. Wir ordnen ein, welche Verträge das abdecken müssen.
Westfalen ist Mittelstandsland: Handwerk, Produktion, Landwirtschaft, Handel und viele Familienbetriebe zwischen Hamm, Dortmund, Münster, Bielefeld und dem Umland. Häufig sind Betrieb und Familie wirtschaftlich dasselbe — dann muss die Absicherung beide Seiten zusammen denken, nicht getrennt.
Vorab eine Bitte: Beschreiben Sie uns in Ruhe Ihren Betrieb, so wie er heute läuft. Daraus ergibt sich, worauf es bei Ihnen ankommt.
Wir sehen uns an, was der Betrieb heute leistet und was im Vertrag steht.
Wir untersuchen Tätigkeitsschäden, Außenversicherung und Betriebsunterbrechung und achten auf Bedingungen statt auf den Preis.
Sie treffen die Entscheidung. Was gut ist, kann bleiben, auch beim bisherigen Versicherer.
Wischen Sie durch die Schritte.
Wir sind Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO und werden über eine Courtage vergütet, die im Beitrag steckt. Zusatzkosten für den Betrieb fallen nicht an.
IT-Haftpflicht im Detail.
Der Schaden ist selten kaputt — er ist weg
In vielen Betrieben zeigt sich ein Schaden handfest — ein Fenster geht zu Bruch, eine Leitung leckt, jemand fällt hin. Bei einem Systemhaus liegt es meist anders. Dort entsteht in der Regel ein reiner Vermögensschaden: Es kommt keiner zu Schaden und nichts geht entzwei. Der Kunde kann aber drei Tage lang nicht arbeiten, hat Daten eingebüßt oder eine Frist versäumt. Es geht dann nur ums Geld.
Genau diese Schäden schließt eine gewöhnliche Betriebshaftpflicht regelmäßig aus. Sie ist für Personen- und Sachschäden gebaut. Für die Fehlerhaftung des IT-Betriebs braucht es die Vermögensschadenhaftpflicht — in der Sparte meist IT-Haftpflicht genannt. Wer nur die Betriebshaftpflicht hat, ist gegen den Schaden versichert, der bei ihm praktisch nie eintritt, und gegen den, der ihn wirklich trifft, nicht.
Werkvertrag oder Dienstvertrag — die Frage vor allen anderen
Wofür ein IT-Betrieb haftet — fürs Ergebnis oder nur fürs Bemühen —, bestimmt der Inhalt der getroffenen Abrede und nicht die Bezeichnung im Angebot. Der Dienstvertrag (§ 611 BGB) verpflichtet zur Tätigkeit, der Werkvertrag (§ 631 BGB) zum Erfolg. Wer eine Einführung als „schlüsselfertig“ zusagt, muss ein funktionierendes System abliefern, selbst wenn er eigentlich nur beraten wollte.
Das ist für den Versicherungsschutz keine Randfrage. Je nachdem, wie weit die Haftung reicht, ist mehr oder weniger zu versichern. Viele Verträge halten Handel, Betrieb, Entwicklung und Beratung auseinander — wer in allen vier Bereichen tätig ist, sollte sie auch alle vier angemeldet haben.
Der fremde Schlüssel und der fremde Zugang
Dem IT-Dienstleister vertraut der Kunde meist beides an: einen Zugang zum Gebäude und einen zum Netz. Zum Gebäude gehören Schlüssel für den Serverraum, Transponder fürs Bürogebäude oder eine Zugangskarte zum Technikkeller. Ein Verlust trifft nicht den Schlüssel selbst, teuer wird die Schließanlage, denn bei einer zentralen Anlage tauscht man im Zweifel jeden Zylinder.
Das ist kein Standardbaustein. Fremde Schlüssel sind in der Betriebshaftpflicht nur mitversichert, wenn die Schlüsselverlustklausel ausdrücklich vereinbart ist — und dann oft nur die Kosten der neuen Anlage, nicht die Folgeschäden aus dem Missbrauch. Wer bei Kunden vor Ort arbeitet, sollte diese Klausel bewusst vereinbaren, mit einer Summe, die zur größten Schließanlage im Kundenkreis passt, nicht zur eigenen.
Schwerer wiegt der Zugang im Netz. Viele Kunden gleichzeitig vertrauen einem Systemhaus Fernwartungswerkzeuge, VPN-Zugänge und Administratorkonten an. Missbraucht jemand diesen Zugang, tritt der Schaden nicht beim Dienstleister ein, sondern reihum bei sämtlichen Kunden; haften muss derjenige, dem man den Zugang anvertraut hat.
Auftragsverarbeiter: die Rolle, die man nicht wählt
Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO ist in aller Regel, wer Systeme mit personenbezogenen Daten für andere betreibt. Man wird es durch die Tätigkeit, nicht durch einen Entschluss. Selbst wenn kein Vertrag besteht, gilt die Rolle trotzdem — lediglich die vorgeschriebene Grundlage ist dann nicht vorhanden.
Daraus folgen Pflichten, für die der Auftragsverarbeiter persönlich geradestehen muss. So fordert Art. 32 DSGVO geeignete technische und organisatorische Maßnahmen von ihm selbst. Bekommt er von einer Datenschutzverletzung Kenntnis, muss er den Verantwortlichen nach Art. 33 Abs. 2 unverzüglich in Kenntnis setzen; für die Meldung an die Aufsichtsbehörde bleiben dem Verantwortlichen dann 72 Stunden. Laut Art. 82 DSGVO haftet der Auftragsverarbeiter zudem für Schäden, falls er Pflichten verletzt oder entgegen Weisungen handelt.
Deshalb muss der Datenschutz klar in der Deckung stehen. Bei so einem Vorfall sind Rechtsverteidigung, Sachverständige sowie Kosten, die Betroffenen Bescheid zu geben, eher die Regel als die Ausnahme.
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Cyber: der eigene Vorfall und der Weg über Sie zum Kunden
Ein IT-Betrieb hat beim Thema Cyber zwei Rollen zugleich, und sie brauchen unterschiedliche Verträge. Die erste ist die eigene: verschlüsselte Systeme, stillstehende Tickets, ein Wochenende Wiederherstellung. Das ist der klassische Fall der eigenen Cyberversicherung mit Krisendienst, Forensik und Betriebsunterbrechung.
Unangenehmer ist die andere Seite: Dienstleister mit Zugang zu vielen Kundennetzen reizen Angreifer, weil schon ein einziger Einbruch viele Netze aufmacht. Läuft der Angriff über die eigene Fernwartung beim Kunden ein, bleibt es nicht beim Eigenschaden. Dann steht die Haftung im Raum, und die deckt die IT-Haftpflicht ab, nicht die Cyberpolice.
Die eigenen Werte: Technik, Lager und Stillstand
Neben der Haftung steht der eigene Betrieb. Ein Systemhaus hat oft mehr Wert im Regal, als ihm bewusst ist: Vorführgeräte, Ersatzteile, Kundenhardware zur Reparatur, Lizenzen. Fremdes Eigentum im eigenen Haus ist dabei der Punkt, der in Standardverträgen am häufigsten fehlt — die Inhaltsversicherung deckt zunächst das eigene.
Was wir uns bei einem IT-Betrieb zuerst ansehen
Am häufigsten stoßen wir auf eine veraltete Tätigkeitsbeschreibung, nicht auf einen fehlenden Vertrag: Angemeldet wurde Handel und Support, inzwischen arbeitet der Betrieb aber als Managed-Service-Anbieter, betreibt Cloud-Systeme und entwickelt selbst. Ausgerechnet der umsatzstarke Teil bleibt dann ohne Deckung.
Jetzt wissen Sie, was zählt. Wie es um Ihren Betrieb steht, klärt der Bedarfscheck in ein paar Minuten.
Passende Ratgeber.
Häufige Fragen.
Was kostet die Gewerbeberatung?
Für Sie nichts. Als Makler werden wir über die Courtage vergütet, die im Versicherungsbeitrag bereits enthalten ist. Eine gesonderte Vergütung gäbe es nur nach ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung.
Reicht für ein Systemhaus nicht die normale Betriebshaftpflicht?
In aller Regel nicht. Sie ist für Personen- und Sachschäden gebaut, der typische IT-Schaden ist aber ein reiner Vermögensschaden: Der Kunde konnte drei Tage nicht arbeiten, hat Daten verloren oder eine Frist gerissen — verletzt oder zerstört ist nichts. Dafür braucht es die Vermögensschadenhaftpflicht, in der Sparte meist IT-Haftpflicht genannt. Die Betriebshaftpflicht bleibt trotzdem nötig, für den Kaffee im Serverschrank und den Sturz über das eigene Kabel.
Ist der Verlust von Kundendaten ein Sachschaden?
Nach verbreiteter Auffassung nicht: Daten sind keine Sache im Sinne des Sachschadens, der Verlust ist also ein Vermögensschaden. Deshalb ist der Datenverlust in der Betriebshaftpflicht regelmäßig außen vor und muss in der IT-Haftpflicht ausdrücklich benannt sein — samt der Kosten für die Wiederherstellung.
Was ist beim Schlüsselverlust das eigentliche Risiko?
Nicht der Schlüssel, sondern die Schließanlage. Wer den Transponder für das Bürogebäude oder den Schlüssel zum Serverraum eines Kunden verliert, löst im Zweifel den Austausch der gesamten Anlage aus. Fremde Schlüssel sind nur mitversichert, wenn die Schlüsselverlustklausel vereinbart ist — und die Summe sollte sich an der größten Schließanlage im Kundenkreis bemessen, nicht an der eigenen Tür.
Wir betreuen Kundensysteme — sind wir Auftragsverarbeiter?
Sobald personenbezogene Daten im Spiel sind, in aller Regel ja. Die Rolle nach Art. 28 DSGVO entsteht aus der Tätigkeit, nicht aus einer Entscheidung: Sie gilt auch ohne Vertrag, dann fehlt nur die vorgeschriebene Grundlage. Daran hängen eigene Pflichten — technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32, die unverzügliche Unterrichtung des Kunden nach Art. 33 Abs. 2 und eine eigene Haftung nach Art. 82.
Brauchen wir Cyber zusätzlich zur IT-Haftpflicht?
Die beiden decken verschiedene Seiten desselben Vorfalls. Cyber ist der eigene Schaden: verschlüsselte Systeme, Forensik, Krisendienst, Betriebsunterbrechung. Die IT-Haftpflicht ist der Schaden beim Kunden — etwa wenn der Angriff über die eigene Fernwartung in dessen Netz gelangt. Wer nur eine der beiden hat, hat die halbe Lage offen.
Was ist mit Freelancern und Subunternehmern?
Deren Fehler treffen zuerst Sie: Gegenüber dem Auftraggeber haften Sie weiter. Deshalb gehört der Nachweis einer ausreichenden eigenen Deckung in den Vertrag mit dem Subunternehmer — und im eigenen Vertrag ist zu klären, ob und wie eingesetzte Freie mitversichert sind.
Müssen wir bestehende Verträge kündigen?
Nein. Was gut ist, bleibt — und manches ist besser, als es aussieht. Gewechselt wird nur mit erkennbarem Vorteil für den Betrieb und erst, wenn der neue Schutz steht.
Kommen Sie zu uns auf den Hof oder in den Betrieb?
Ja. Gerade wenn Gebäude, Maschinen oder Lager eine Rolle spielen, ist der Termin vor Ort sinnvoll — wir sind in ganz Westfalen unterwegs. Für alles Weitere geht es online per Video, ohne dass jemand den Betrieb verlassen muss.
Mehr für Betriebe.
Wir beraten IT-Betriebe in ganz Westfalen, schlicht und ohne großes Aufheben, per Video oder Telefon. Termine vor Ort sind nach Absprache möglich. Schicken Sie uns Ihre bestehenden Verträge und eine kurze Beschreibung Ihres Geschäfts, dann sehen wir gemeinsam nach, was passt und was fehlt.
