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Gewässerschadenhaftpflicht
Haben Hausbesitzer eine Ölheizung, kann diese ein zusätzliches Risiko bedeuten, das über eine separate Gewässerschadenhaftpflichtversicherung abzudecken ist. Als Hausbesitzer sollten Sie prüfen, ob Ihre Privathaftpflichtversicherung zum Beispiel eine bestimmte Höchstgröße für den Tank vorgibt oder ob verlangt wird, dass der Tank oberirdisch angebracht sein muss. Sind die Vorgaben des Haftpflichtversicherers nicht erfüllt, sollten Sie unbedingt eine zusätzliche Gewässerschadenhaftpflichtversicherung abschließen. Im Ernstfall zahlt der Versicherer etwa dafür, verschmutztes Erdreich auszubaggern, abzutransportieren und als Sondermüll zu entsorgen.
Ein Öltank im Keller oder auf dem Hof ist in Westfalen keine Seltenheit. Solange alles dicht ist, denkt kaum jemand daran. Läuft aber Öl aus und gelangt ins Erdreich oder ins Grundwasser, wird es schnell ernst. Hier geht es darum, wen das trifft, was eine Gewässerschadenhaftpflicht abdeckt und wo die Privathaftpflicht aufhört. Die Beispiele gelten für Hamm, Münster, Bielefeld und das Land drumherum gleichermaßen.
Zwischen Hamm und Münster wohnen viele im eigenen Haus, oft seit Langem und oft mit Anbauten, Photovoltaik oder vermieteter Einliegerwohnung. Jede dieser Veränderungen kann den Schutz verschieben, ohne dass es jemand gemeldet hat.
- In der Praxis kommt es auf einen Punkt an: Viele Privathaftpflichtverträge schließen das Gewässerschadenrisiko bereits ein, aber nur in engen Grenzen.
- Die Sanierung eines verunreinigten Erdreichs erreicht schnell Größenordnungen, die eine allgemeine Deckung nicht abbildet.
- Im Ernstfall zahlt der Versicherer etwa dafür, verschmutztes Erdreich auszubaggern, abzutransportieren und als Sondermüll zu entsorgen.
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- Auslaufendes HeizölSanierung von Boden, Grundwasser und Nachbargrundstücken.
- Sanierung auf dem eigenen Grundstücknur, soweit dadurch ein Gewässer beeinträchtigt ist; reine Eigenschäden am Gebäude regelt die Wohngebäudeversicherung.
- Tankanlagen ober- und unterirdischje nach Größe und Alter.
- Feststellungs- und Abwehrkostenauch unberechtigte Ansprüche werden abgewehrt.
- Vernachlässigte Prüfpflichtenwer den Tank nicht prüfen lässt, gefährdet seinen Versicherungsschutz.
- Gewerbliche Tanks und Lagereigene Umwelthaftpflicht nötig.
- Schäden am Tank selbstnicht Sache der Haftpflicht.
- Wärmepumpen-Kältemittelje nach Tarif nicht erfasst.
Ein Ölschaden kann sechsstellige Sanierungskosten verursachen, schon ein einziger. Die Police kostet nur einen Bruchteil davon.
Wir halten fest, was vorhanden ist, wo etwas fehlt und was Ihnen wichtig ist.
Wir prüfen die Vertragsbedingungen statt nur den Preis und finden Überschneidungen.
Sie entscheiden selbst. Ein Wechsel ist kein Muss, und Gutes darf bleiben.
Wischen Sie durch die Schritte.
Als Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO erhalten wir eine Courtage, die im Beitrag enthalten ist. Zusatzkosten entstehen für Sie nicht.
Gewässerschadenhaftpflicht im Detail.
Warum Heizöl anders behandelt wird als jeder andere Schaden
In nahezu allen Haftungsfragen gilt: Ersetzen muss einen Schaden, wer ihn schuldhaft verursacht hat. Ohne Verschulden gibt es keine Haftung. Bei wassergefährdenden Stoffen hat der Gesetzgeber das umgedreht.
Aus einer Anlage können wassergefährdende Stoffe ins Gewässer gelangen? Dann haftet ihr Betreiber nach dem Wasserhaushaltsgesetz für den entstandenen Schaden, unabhängig von jedem Vorwurf. Juristisch heißt das Gefährdungshaftung: Entscheidend ist der Betrieb der Anlage, nicht ein Fehlverhalten. Dass der Tank einen Materialfehler hatte, eine Schweißnaht undicht war oder niemand den Schaden kommen sah, entlastet den Betreiber nicht.
Als Gewässer zählt nicht nur der Bach nebenan. Auch das Grundwasser ist im Sinne des Gesetzes ein Gewässer, und dorthin sickert Heizöl, sobald es in den Boden gelangt. Der Ölschaden ohne Bach, Fluss oder sichtbaren Wasserlauf ist daher der Normalfall und nicht die Ausnahme.
Was ein Ölschaden tatsächlich auslöst
Dass die Haftung die Existenz bedrohen kann, liegt nicht am Wert des ausgelaufenen Öls, sondern an den Folgen, die dahinterhängen.
Ob der Betreiber sie in Auftrag gegeben hat oder nicht, diese Posten fallen unabhängig davon an. Deshalb sollte die Deckungssumme einer Gewässerschadenhaftpflicht nicht zu knapp ausfallen: Am Ende ist ein Sanierungsfall in der Regel aufwendiger, als er anfangs aussieht.
Oberirdisch, im Keller, erdgedeckt — die Bauart entscheidet
Wie ein Tank gebaut und aufgestellt ist, bestimmt sowohl das Risiko als auch die Frage, ob eine bestehende Privathaftpflicht ihn überhaupt einschließt.
Beim Vertrag zählen drei Angaben zur Anlage: Fassungsvermögen, Aufstellungsart und Lage des Grundstücks. Zu finden sind sie in der Prüfbescheinigung oder in den Unterlagen des Heizungsbauers. Von ihnen hängt ab, welcher Vertrag überhaupt in Betracht kommt.
Abgrenzung zur Privathaftpflicht
In der Praxis kommt es auf einen Punkt an: Viele Privathaftpflichtverträge schließen das Gewässerschadenrisiko bereits ein, aber nur in engen Grenzen. Üblich ist ein Einschluss bis zu einem bestimmten Fassungsvermögen, oft nur für Tanks über der Erde und nur außerhalb von Schutzgebieten.
Wird eine dieser Grenzen überschritten, besteht kein Schutz. Praktisch betrifft das hauptsächlich drei Fälle: den Tank im Erdreich, den größeren Tank in einem Haus mit mehreren Parteien und die Anlage in einem ausgewiesenen Schutz- oder Überschwemmungsgebiet. Dafür eignet sich eine eigene Gewässerschadenhaftpflicht, die man auch Anlagen- oder Öltankhaftpflicht nennt.
Bei vermieteten Objekten kommt hinzu, dass die private Haftpflicht dort ohnehin nicht greift. Wer vermietet und mit Öl heizt, braucht die Deckung als eigenen Vertrag oder als Baustein der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Ob der Baustein enthalten ist, steht wörtlich in den Bedingungen — die bloße Existenz eines Haus- und Grundvertrags sagt darüber nichts aus.
Die Einzelheiten stehen hier nach Themen geordnet; zum Aufklappen einfach antippen.
Pflichten und Obliegenheiten
7 Abschnitte
Prüfpflichten und Obliegenheiten
Das Verschulden spielt wegen der Gefährdungshaftung keine Rolle mehr, die Pflichten gegenüber dem Versicherer bestehen aber weiter. Wer sie verletzt, setzt die Leistung ausgerechnet dann aufs Spiel, wenn man sie braucht.
Je nach Größe, Bauart und Lage müssen Anlagen für wassergefährdende Stoffe regelmäßig von zugelassenen Sachverständigen geprüft werden. Das Gesetz legt die Intervalle fest, in Wasserschutz- und Überschwemmungsgebieten sind sie kürzer. Heben Sie die Prüfberichte auf: Im Schadenfall belegen sie, dass die Anlage ordnungsgemäß betrieben wurde.
Hinzu kommen Dinge, die selbstverständlich klingen und es im Ernstfall nicht sind: Erkennbare Mängel lassen Sie unverzüglich beheben, Leckanzeigegeräte halten Sie funktionsfähig, beim Befüllen sind Sie dabei oder weisen eine Überfüllsicherung nach, und einen Verdacht auf Undichtigkeit melden Sie sofort, an die Behörde wie an den Versicherer. Wochenlang einen Ölgeruch im Keller zu beobachten, ist kein Abwarten, sondern eine Obliegenheitsverletzung.
Wärmepumpen und andere Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen
Mit der Ölheizung ist die Sache nicht abgehakt. Wer auf erneuerbare Wärme wechselt, bekommt unter Umständen Anlagen, für die dieselbe Haftung gilt.
Wärmepumpen vom Typ Sole-Wasser mit Erdsonden oder Erdkollektoren nutzen ein Wärmeträgermedium, das wassergefährdend sein kann. Außerdem durchstoßen Erdsondenbohrungen Bodenschichten und berühren so direkt den Grundwasserschutz, weshalb sie wasserrechtlich erlaubnispflichtig sind. Läuft Sole aus einer beschädigten Sonde aus, droht dieselbe Gefährdungshaftung wie beim Heizöl.
Beim Heizungswechsel schauen Sie deshalb in beide Richtungen: Braucht die neue Anlage eine Deckung? Und endet die Deckung für den alten Öltank tatsächlich erst, wenn er fachgerecht entleert, gereinigt und stillgelegt oder ausgebaut ist? Bis dahin besteht das Risiko weiter.
Worauf beim Nachlesen des Vertrags zu achten ist
Der Schutz für Gewässerschäden versteckt sich unter verschiedenen Namen. In der Privathaftpflicht steht er meist als Klausel zum Umgang mit gewässerschädlichen Stoffen, im eigenen Vertrag als Gewässerschaden-, Anlagen- oder Öltankhaftpflicht. Wer nach dem Wort „Öltank“ sucht, findet ihn deshalb oft nicht, obwohl er da ist — oder umgekehrt.
Die kleinen Anlagen, an die niemand denkt
Meist geht es in der Diskussion nur um den Heizöltank. Dabei lagern auf vielen Grundstücken auch kleinere Mengen wassergefährdender Stoffe, und die Haftung greift ebenso, wenn sie in den Boden gelangen.
Gemeint sind etwa der Reservekanister für den Notstromer, das Altölfass in der Werkstatt, der Tank für die Gartenmaschine, Pflanzenschutzmittel im Schuppen oder ein stillgelegter Öltank, den nie jemand geleert hat. Besonders der stillgelegte Tank verdient Beachtung: Solange noch Restöl im Behälter oder in den Leitungen steht, bleibt auch ein außer Betrieb genommener Tank ein Risiko. Es endet erst, wenn ein Fachbetrieb ihn fachgerecht leert, reinigt und stilllegt und das dokumentiert.
Für den Versicherungsschutz heißt das ganz einfach: Der Vertrag beschreibt eine bestimmte Anlage. Was darin fehlt, ist nicht versichert, und was darin steht, aber gar nicht mehr existiert, kostet unnötig Beitrag. Beides lässt sich bei jeder Vertragsprüfung in wenigen Minuten richtigstellen.
Wer als Betreiber gilt — und wer den Vertrag braucht
Verantwortlich ist, wer die Anlage betreibt und über sie verfügt. Meist trifft das den Eigentümer des Grundstücks mit dem Tank, selbst wenn er das Gebäude vermietet hat und mit der Heizung im Alltag nichts zu tun hat.
Oft übersehen wird dabei etwas: Die Öltankversicherung zählt nach der Betriebskostenverordnung zu den umlagefähigen Positionen. Für Vermieter ist sie also nicht bloß ein Kostenpunkt, sie taucht auch in der Abrechnung wieder auf.
Was im Ernstfall zu tun ist
Wer Ölgeruch im Keller bemerkt, einen sinkenden Füllstand ohne erklärbaren Verbrauch, feuchte Flecken um den Tank oder ein ausgelöstes Leckanzeigegerät, sollte nicht mehrere Wochen abwarten. Dann muss gehandelt werden, aus Haftungsgründen und weil jede Woche, die verstreicht, den Sanierungsumfang vergrößert.
Der Ablauf ist schlicht und in allen Bedingungen ähnlich: Zuerst die Heizung abstellen und verhindern, dass mehr austritt, sofern das ohne Gefahr geht. Tritt akut etwas aus, rufen Sie die Feuerwehr. Danach informieren Sie die zuständige Behörde, in der Regel die untere Wasserbehörde, denn das ist gesetzliche Pflicht und keine Ermessenssache. Melden Sie den Versicherer unverzüglich, bevor Sanierungsaufträge vergeben werden. Halten Sie außerdem alles fest: Fotos, Füllstände, Zeitpunkte, Namen.
Oft geht es schief, wenn Sanierungsarbeiten eigenmächtig vergeben werden. Schaden und Umfang der Maßnahmen darf der Versicherer selbst beurteilen. Wer vorher gräbt und abfährt, nimmt ihm diese Möglichkeit und bleibt unter Umständen auf einem Teil der Rechnung sitzen.
Was nicht mitversichert ist
Bei der Gewässerschadenhaftpflicht handelt es sich um eine Haftpflichtversicherung. Sie deckt, was Sie anderen schulden, aber nicht, was Ihnen selbst entsteht. Im Ölschadenfall merkt man diese Grenze besonders deutlich.
Nicht ersetzt werden der Wert des ausgelaufenen Öls, der Schaden am Tank selbst, die Sanierung des eigenen Gebäudes und des eigenen Grundstücks. Letzteres ist der Punkt, an dem sich viele Eigentümer täuschen: Der Bodenaushub auf dem eigenen Grundstück gehört nur insoweit zur Haftpflicht, als er die Beeinträchtigung eines Gewässers — also des Grundwassers — beseitigt. Der reine Eigenschaden am Gebäude fällt in die Wohngebäudeversicherung, wenn dort Schäden durch austretendes Heizöl eingeschlossen sind.
Nicht versichert sind außerdem vorsätzlich verursachte Schäden, Schäden durch einen Anlagenbetrieb entgegen behördlichen Auflagen und allmähliche Einwirkungen, die man über Jahre hingenommen hat. Diese Ausschlüsse finden sich in allen marktüblichen Bedingungen. Deshalb entscheiden Prüfberichte und schnelle Meldung in der Praxis über die Leistung.
Jetzt wissen Sie, worauf es ankommt. Der Bedarfscheck zeigt in wenigen Minuten, wo Sie selbst stehen.
Der Vergleichsrechner, den wir auch nutzen.
Tarife zuerst selbst vergleichen — mit demselben Rechner wie in unserer Beratung. Der Rechner ist unserem Maklerbüro zugeordnet: Schließen Sie dort ab, übernehmen wir die Betreuung und ordnen das Ergebnis auf Wunsch persönlich ein. Er wird erst geladen, wenn Sie ihn öffnen; vorher geht kein Aufruf an innosystems.net. Lieber gleich gemeinsam? Anfrage senden.
Beim Öffnen wird der Rechner von innosystems.net (Deutschland) eingebettet — Details in der Datenschutzerklärung. Lädt er nicht: Rechner in neuem Fenster öffnen.
Passend dazu im Ratgeber: Gewässerschadenhaftpflicht: Öltank, Grundstück und Haftung.
Häufige Fragen.
Was kostet mich die Beratung?
Nichts. Wir sind Versicherungsmakler und werden über die Courtage vergütet, die ohnehin im Beitrag des Versicherers steckt — auf Ihre Rechnung kommt dadurch kein Cent obendrauf. Wichtig zu wissen: Diese Vergütung ist in praktisch jedem Tarif einkalkuliert — auch wenn Sie über ein Vergleichsportal selbst abschließen. Ohne Berater sparen Sie also kein Geld, sondern verzichten nur auf Service, Know-how und einen Ansprechpartner, der für die Richtigkeit seiner Beratung haftet. Sollten wir ausnahmsweise eine gesonderte Vergütung vereinbaren, steht das vorher schriftlich fest.
Wer braucht sie überhaupt?
Wer wassergefährdende Stoffe lagert — in der Praxis vor allem Haushalte mit Öltank, dazu Betriebe mit entsprechenden Anlagen. Für den Öltank ist sie deshalb wichtig, weil die Haftung nach dem Wasserhaushaltsgesetz verschuldensunabhängig ist: Es kommt nicht darauf an, ob jemand etwas falsch gemacht hat.
Warum reicht die Privathaftpflicht dafür nicht?
Weil sie Gewässerschäden aus Anlagen typischerweise ausschließt oder nur eng begrenzt einschließt. Die Sanierung eines verunreinigten Erdreichs erreicht schnell Größenordnungen, die eine allgemeine Deckung nicht abbildet. Ob und in welcher Höhe der eigene Vertrag etwas vorsieht, steht in den Bedingungen — pauschal lässt es sich nicht sagen.
Kann ich mit Ihnen auch persönlich sprechen?
Ja — online per Video, telefonisch oder nach Absprache bei Ihnen vor Ort, in Hamm und in ganz Westfalen. Für die meisten Fragen ist der Videotermin ohnehin der schnellste Weg.
Betreuen Sie auch außerhalb von Hamm — etwa in Dortmund, Münster oder Bielefeld?
Ja, unser Gebiet ist ganz Westfalen. Hamm ist der Standort, aber die Betreuung endet nicht an der Stadtgrenze: Dortmund, Münster, Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Bottrop und Bielefeld gehören dazu. Ob wir uns sehen oder digital sprechen, entscheiden Sie.
Das hängt damit zusammen.
Ob Sie in Hamm, Münster oder Bielefeld wohnen: Mit einer Frage zum Öltank sind Sie bei uns richtig. Wir klären in Ruhe, ob Ihre bestehende Police reicht und wo etwas fehlt. Termine vor Ort sind nach Absprache möglich. Sagen Sie einfach Bescheid, wir schauen es uns an.
