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— Wissen · 27. Juni 2022 · ca. 3 Min. Lesezeit

Wichtige Grenzwerte in der Kranken­versicherung

Das Wichtigste in Kürze
  • Ob sich ein Arbeitnehmer pflichtversichern oder freiwillig krankenversichern kann, hängt vor allem davon ab, ob sein regelmäßiges Arbeitsentgelt über oder unter der Jahresarbeitsentgelt­grenze (JAEG) liegt.
  • In einer PKV sind die Beiträge meist geringer und das zu deutlich besseren Leistungen für das Kind.
  • Eltern müssen daher bei der Geldanlage für ihre Sprösslinge auf gewisse Einkommens­grenzen achten.

Wichtige Grenzwerte in.

der Kranken­versicherung

In der deutschen Kranken­versicherung gibt es mehrere Grenzwerte. Je nach Lebenssituation und der daraus folgenden Versicherungsart und -möglichkeit sollten oder müssen Sie diese beachten, um Fragen wie diese beantworten zu können:

Von wann an kann man sich privat versichern?

In welcher Höhe zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Kranken­versicherung?

Bis zu welchem Einkommen gilt die Familien­versicherung?

Was ist der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Kranken­versicherung?

Usw.

Die Grenzwerte haben wir für Sie im nachfolgenden Blogbeitrag zusammengetragen

Sie gibt die Mindesthöhe des Jahresbruttoeinkommens an, anhand derer die Versicherungspflicht eines Arbeitnehmers geprüft wird (Versicherungspflicht­grenze). 2022 liegt die JAEG bei 64.350,00 EUR, also bei monatlich 5.362,50 EUR.

Ob sich ein Arbeitnehmer pflichtversichern oder freiwillig krankenversichern kann, hängt vor allem davon ab, ob sein regelmäßiges Arbeitsentgelt über oder unter der Jahresarbeitsentgelt­grenze (JAEG) liegt. Wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt über der JAEG liegt, kann der Arbeitnehmer nach § 6 Abs. 7 SGB V in die Private Kranken­versicherung wechseln.

Nach der Beitragsbemessungs­grenze richtet sich der Höchstbeitrag für die GKV Mitgliedschaft. Zudem ist der sogenannte Basistarif in der Privaten Kranken­versicherung (PKV) auf diesen Beitrag maximiert. Die Beitragsbemessungs­grenze in der Kranken- und Pflege­versicherung liegt 2022 bei 58.050 EUR jährlich, beziehungsweise 4.837,50 EUR monatlich.

Zunächst die Höchstbeiträge: In der GKV (mit Anspruch auf Krankengeld) sind es 2022 764,33 EUR. In der Pflegepflicht­versicherung (PVN) belaufen sie sich 2022 auf 147,54 EUR mit Kind und auf 164,48 EUR ohne Kind.

Die ab 2022 wieder von den einzelnen GKV-Kassen festgelegten Beiträge werden bis zu einem monatlichen Bruttoeinkommen von 4837,50 EUR (BBG) erhoben. Der allgemeine Beitragssatz in der GKV ist paritätisch finanziert und beträgt 14,6 Prozent; hinzu kommen Zusatzbeiträge der Kassen, die 2022 im Durchschnitt 1,3% ausmachen.

Die Bezugsgröße wird im Jahr 2022 nur in den neuen Bundesländern angepasst. Dabei ist zu beachten: Die Bezugsgröße West gilt in der Kranken- (KV) und Pflege­versicherung (PV) bundesweit. Die abweichende Bezugsgröße für den Rechtskreis Ost hat nur Bedeutung für die Renten- (RV), Arbeitslosen- (AV) und Unfall­versicherung (UV).

Der höchstmögliche Arbeitgeberzuschuss zur Kranken­versicherung beläuft sich 2022 für Personen mit Krankengeldanspruch auf 384,58 EUR (allgemeiner Beitragssatz x BBG x 50 %); für die Pflegepflicht­versicherung sind es 73,77 EUR (allgemeiner Beitragssatz x BBG x 50 %).

Familienmitglieder, wie Kinder oder Partner, sind in der gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung kostenfrei mitversichert , sofern sie kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen haben. Das gilt aber nur, solange ihr Einkommen innerhalb bestimmter Grenzen liegt. Sonst müssen Angehörige sich selbst versichern. Zum Einkommen zählen zum Beispiel auch Mieteinnahmen oder Zinsen. Eltern müssen daher bei der Geldanlage für ihre Sprösslinge auf gewisse Einkommens­grenzen achten.

  • das regelmäßige Einkommen muss unterhalb der monatlichen Bezugsgröße von 470 EUR liegen
  • bei geringfügig Beschäftigten beträgt dieser Wert monatlich 450 EUR

Für den Mindestbeitrag wird die „Mindesteinnahme“ herangezogen. Sie bezeichnet das Einkommen, das bei der Beitragsbe­rechnung wenigstens zugrunde gelegt wird, selbst wenn Ihr tatsächliches Einkommen niedriger ist oder ganz entfällt. Bei Selbst­ständigen werden alle Einkunftsarten berücksichtigt, die das Einkommensteuer­recht kennt.

Die Mindesteinnahme beträgt für Selbst­ständige 2022 monatlich 1.096,67 EUR. In der Kranken­versicherung ergeben sich daraus Beiträge von 174,37 EUR, wenn Anspruch auf Krankengeld besteht (das gilt nur für hauptberuflich Selbst­ständige), und von 167,79 EUR ohne Krankengeldanspruch.

In der Pflegepflicht­versicherung hängt der Beitrag davon ab, ob Kinder vorhanden sind: Mit Kindern sind es 33,45 EUR, ohne Kinder 37,29 EUR.

Berechnet wird mit dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent oder, bei ermäßigtem Satz, mit 14,0 Prozent; hinzu kommt der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz von 1,3 Prozent.

Der Mindestbeitrag für sonstige freiwillige Mitglieder (z.B. Kinder, Hausfrauen, Nichterwerbstätige) liegt je nach GKV zwischen 200-220 EUR pro Monat.

Daher kann es gerade für Kinder interessant sein, diese in einer Privaten Kranken­versicherung (PKV) zu versichern. In einer PKV sind die Beiträge meist geringer und das zu deutlich besseren Leistungen für das Kind.

Am Ende können die Grenzwerte Fragen aus Ihrer Lebenssituation beantworten. Wir helfen Ihnen, die passenden Fragen zu finden und gründlich auszuleuchten, die notwendigen und korrekten Schlüsse zu ziehen und die daraus folgenden Schritte für Sie umzusetzen.

Kommen Sie gern auf uns zu!

Erfahren Sie hier mehr zur privaten Kranken­versicherung (PKV)!

Mehr zur gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) lesen Sie hier!

UllaW

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ZWEI SYSTEME, NICHT BLOSS ZWEI TARIFE
  • Beitrag je nach Alter, Gesundheit und Tarifdas Einkommen bleibt außen vor, jede Person zahlt ihren eigenen Beitrag.
  • Leistungen stehen im VertragBeitrag und Bedingungen lassen sich nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen anpassen (§ 203 VVG).
  • Wahlleistungen wählbarZahnersatz, Heilpraktiker, Chefarzt und Ein-/Zweibettzimmer.
  • Rückweg nur eingeschränkt möglichab 55 ist die Rückkehr in die GKV an enge gesetzliche Voraussetzungen geknüpft.

Damit geht es nicht um einen Tarif, sondern um eine Entscheidung fürs Leben. Beide Wege rechnen wir Ihnen vor, einschließlich des Beitrags im Ruhestand statt nur des Einstiegspreises.

Zähne

Bei Zahnersatz und Kieferorthopädie lohnt der genaue Blick: Die Erstattungshöhe steht im Tarif und unterscheidet sich je nach Tarif deutlich.

IM TARIF NACHGELESEN, NICHT IM PROSPEKT
Klinik

Die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer sowie die Chefarztbehandlung zählen zu den Wahlleistungen. Mehr Gewicht als Komfort haben freie Krankenhauswahl und ein offener Hilfsmittelkatalog.

LEISTUNG VOR KOMFORT
Pflege

Enthalten ist stets auch die private Pflegepflicht­versicherung. Sie deckt, ähnlich wie die gesetzliche, nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten; für den übrigen Teil kommt die private Vorsorge in Betracht.

PFLICHTTEIL DECKT NICHT ALLES
SO LÄUFT DIE BERATUNG
1Gespräch vereinbaren

Es reicht, einen Termin zu vereinbaren oder uns kurz zu schreiben. Sie müssen nichts vorbereiten.

2Ausgangslage klären

Wir halten fest, was vorhanden ist, wo etwas fehlt und was Ihnen wichtig ist.

3Tarife prüfen

Wir prüfen die Vertragsbedingungen statt nur den Preis und finden Überschneidungen.

4Ergebnis mit Begründung

Sie entscheiden selbst. Ein Wechsel ist kein Muss, und Gutes darf bleiben.

Schritt 1 von 4

Blättern Sie durch die Schritte.

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Häufige Fragen

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Wer kann in die private Kranken­versicherung wechseln?

Angestellte ab einem Einkommen über der Versicherungspflicht­grenze (jährlich angepasst), Selbst­ständige und Beamte. Für Beamte ist die PKV über die Beihilfe meist besonders günstig.

Wird die PKV im Alter unbezahlbar?

Beiträge können steigen, aber gute Tarife bilden Rücklagen für das Alter. Wir achten bei der Auswahl auf Beitragsstabilität und den gesetzlichen Basistarif als Sicherheitsnetz.

Wie läuft die Zusammenarbeit ab?

Wir fangen mit Zuhören an: Was ist vorhanden, was fehlt, was soll auf keinen Fall passieren. Danach sichten wir Ihre Unterlagen und vergleichen den Markt. Sie bekommen eine Empfehlung, die begründet ist, und entscheiden in Ruhe. Wechseln müssen Sie nichts.

Betreuen Sie auch außerhalb von Hamm — etwa in Dortmund, Münster oder Bielefeld?

Ja, unser Gebiet ist ganz Westfalen. Hamm ist der Standort, aber die Betreuung endet nicht an der Stadtgrenze: Dortmund, Münster, Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Bottrop und Bielefeld gehören dazu. Ob wir uns sehen oder digital sprechen, entscheiden Sie.

Kann ich mit Ihnen auch persönlich sprechen?

Ja — online per Video, telefonisch oder nach Absprache bei Ihnen vor Ort, in Hamm und in ganz Westfalen. Für die meisten Fragen ist der Videotermin ohnehin der schnellste Weg.

Ab welchem Einkommen kann ich 2026 als Angestellter in die PKV wechseln?

Die Versicherungspflichtgrenze beträgt 2026 77.400 Euro (Bundesregierung/BMAS). Ob und ab wann dadurch Versicherungsfreiheit eintritt, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen nach § 6 SGB V und Ihrer individuellen Einkommenssituation ab; das prüfen wir im Einzelfall.

Was bedeutet die Beitragsbemessungsgrenze für meinen Beitrag?

Beitragspflichtige Einnahmen werden in der gesetzlichen Krankenversicherung 2026 höchstens bis 69.750 Euro jährlich beziehungsweise 5.812,50 Euro monatlich berücksichtigt.

Das passt dazu.

Mehr aus dem Ratgeber.

Kurz beantwortet: Für Angestellte in Westfalen gilt: Die Versicherungspflichtgrenze liegt 2026 bei 77.400 Euro im Jahr (6.450 Euro im Monat), die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung bei 69.750 Euro (5.812,50 Euro im Monat).

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