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— Wissen · 5. September 2026 · ca. 2 Min. Lesezeit

Anpassungs­faktor Wohn­gebäude­versicherung 2026: Warum der Beitrag steigt

Anpassungsfaktor Wohngebäudeversicherung 2026: Warum der Beitrag steigt
Symbolbild, mit KI erzeugt

Kurz beantwortet: Eigentümer in Westfalen mit gleitender Neuwertversicherung kennen den Anpassungsfaktor. Laut AVW Gruppe gilt für 2026 der Anpassungsfaktor 27,63 für VGB 2000 und jünger; im Vorjahr lag er bei 26,51, das sind rund 4,2 Prozent mehr (gültig für Beitragsrechnungen mit Fälligkeit ab 1. Januar 2026).

Der Anpassungs­faktor, auch gleitender Neuwertfaktor, passt den Beitrag der Wohn­gebäude­versicherung jedes Jahr an die Baupreise an. Für 2026 beträgt er 27,63 (VGB 2000 und jünger), nach 26,51 im Vorjahr, also rund 4,2 Prozent mehr (Quelle: AVW Gruppe, gültig für Beitrags­rechnungen mit Fälligkeit ab 1. Januar 2026). Am Vertrag selbst ändert sich dabei nichts.

Das Wichtigste in Kürze
  • Steigt der Faktor, steigt auch der Beitrag – selbst dann, wenn sich am Vertrag sonst nichts ändert.
  • Jedes Jahr leitet der GDV die Faktoren aus Daten des Statistischen Bundesamts ab.

Beim gleitenden Neuwertmodell errechnet sich der Jahresbeitrag aus der Versicherungs­summe „Wert 1914“ multipliziert mit dem Anpassungs­faktor. Wird der Faktor höher, steigt der Beitrag, auch wenn der Vertrag im Übrigen derselbe bleibt.

Die Werte für 2026.

  • Der Anpassungs­faktor für VGB 2000 und jüngere Bedingungswerke beträgt 27,63, im Vorjahr waren es 26,51; das entspricht einem Anstieg von rund 4,2 Prozent.
  • Für den gleitenden Neuwertfaktor (VGB 88, SGIN 88/93) gilt 27,8 nach 26,7 im Vorjahr.
  • Baupreisindex 1914, Stand Mai 2025: 2.263,6.

Quellen: AVW Gruppe, „Wohn­gebäude­versicherung — neue Faktoren und Indizes ab 2026“ (Faktoren gelten für Beitrags­rechnungen mit Fälligkeit ab 1. Januar 2026); Vorjahreswerte und Veränderung nach sv-maklerblog.de, „Anpassungs­faktoren zur Gebäude­versicherung für 2026“ (25.11.2025). Die Faktoren berechnet der GDV jährlich aus den Daten des Statistischen Bundesamts.

Warum der Faktor steigt.

Der gleitende Neuwertfaktor bildet zu 80 Prozent den Baupreisindex für Wohngebäude und zu 20 Prozent die Tariflohnentwicklung im Baugewerbe ab. Seit 2021 sind Material, Handwerkerlöhne und Beschaffung deutlich teurer geworden; der Faktor zieht mit Verzögerung nach, damit ein Totalschaden auch 2026 zum heutigen Neubaupreis ersetzt werden kann.

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Kein Sonderkündigungs­recht

Wenn der Beitrag allein wegen des Anpassungs­faktors steigt, entsteht kein Sonderkündigungs­recht: Die Versicherungs­summe folgt den Baupreisen, und die Leistung wächst mit. Erhöht der Versicherer den Beitrag dagegen unabhängig vom Faktor bei gleicher Leistung, besteht in der Regel ein Sonderkündigungs­recht binnen eines Monats nach Zugang der Mitteilung.

Der Grund für die Beitragsänderung steht auf der Jahresrechnung. Dort erkennen Sie, ob lediglich der Faktor gestiegen ist oder der Versicherer zusätzlich den Tarif angepasst hat.

Was Sie jetzt prüfen sollten.

  • Passt der „Wert 1914“ noch? Nach An- oder Umbauten ist die Summe häufig zu niedrig, und es droht Unter­versicherung.
  • Enthält der Vertrag Elementarschutz? Starkregen ist in Nordrhein-Westfalen das Risiko, das am häufigsten unversichert bleibt.
  • Entspricht der Tarif noch dem heutigen Stand? Ältere Bedingungswerke (VGB 88, VGB 2003) haben oft Leistungslücken bei grober Fahrlässigkeit und bei Ableitungsrohren.

Wir sehen Ihren Wohn­gebäude­vertrag gemeinsam mit Ihnen durch und vergleichen, ob ein aktuelles Bedingungswerk zum gleichen oder niedrigeren Beitrag mehr Leistung bietet. Wir sind dabei frei in der Anbieterauswahl und arbeiten ohne Verkaufsdruck.

59 %
der Wohngebäude waren 2025 gegen Elementar­schäden versichert, rund vier von zehn also nicht. Ohne diesen Baustein besteht für Starkregen und Hochwasser kein Schutz
12 %
des gesamten Schadenaufwands der Wohn­gebäude­versicherung entfielen 2025 auf Sturm, Hagel und Elementargefahren — der Rest auf andere Ursachen
NRW
zählt 2025 zu zwei Bundesländern, in denen der versicherte Schadenaufwand durch Elementargefahren am höchsten liegt
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Redaktion Westfalen Versicherungs­makler · aktualisiert am 8. Oktober 2026

Fachtexte und Ratgeberbeiträge entstehen unter Einsatz von KI und werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei uns. Mehr zum Einsatz von KI.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur Hausrat­versicherung?

Die Wohn­gebäude­versicherung schützt das Gebäude selbst, die Hausrat Ihr bewegliches Eigentum darin. Beides greift bei unterschiedlichen Schäden – zusammen ergeben sie den vollständigen Schutz.

Ist Starkregen automatisch versichert?

Nein – Überschwemmung und Starkregen sind nur über den Elementar­baustein abgedeckt. Wir prüfen Ihr Risiko und ob der Baustein sinnvoll ist.

Wie läuft die Zusammenarbeit ab?

Wir fangen mit Zuhören an: Was ist vorhanden, was fehlt, was soll auf keinen Fall passieren. Danach sichten wir Ihre Unterlagen und vergleichen den Markt. Sie bekommen eine Empfehlung, die begründet ist, und entscheiden in Ruhe. Wechseln müssen Sie nichts.

Betreuen Sie auch außerhalb von Hamm — etwa in Dortmund, Münster oder Bielefeld?

Ja, unser Gebiet ist ganz Westfalen. Hamm ist der Standort, aber die Betreuung endet nicht an der Stadtgrenze: Dortmund, Münster, Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Bottrop und Bielefeld gehören dazu. Ob wir uns sehen oder digital sprechen, entscheiden Sie.

Was gilt für Photovoltaik auf dem eigenen Dach?

Die Anlage gehört dem Gebäudeversicherer gemeldet und sollte gegen Schäden abgesichert sein — dazu kommen Haftung und je nach Einspeisung der Ertragsausfall. Wer das versäumt, riskiert im Schadenfall Diskussionen über die gesamte Gebäudedeckung.

Was ist der gleitende Neuwertfaktor und was bedeutet er für meinen Beitrag?

Er bildet zu 80 Prozent den Baupreisindex für Wohngebäude und zu 20 Prozent die Tariflohnentwicklung im Baugewerbe ab. Steigt er, steigt der Beitrag, auch wenn sich am Vertrag sonst nichts ändert.

Gilt für ältere Verträge derselbe Faktor?

Nicht zwingend. Für VGB 88 und SGIN 88/93 nennt die Seite 27,8 nach 26,7 im Vorjahr. Welcher Faktor für Sie gilt, hängt vom Bedingungswerk Ihres Vertrags ab und steht in der Beitrags­rechnung.

Wie hoch ist der Baupreisindex 1914, den die AVW Gruppe nennt?

Der Baupreisindex 1914 liegt laut AVW Gruppe für Mai 2025 bei 2.263,6.

Wo sehe ich, warum mein Beitrag gestiegen ist?

Ob die Änderung allein auf dem Anpassungsfaktor oder auf weiteren Vertrags- beziehungsweise Tarifanpassungen beruht, ergibt sich aus der Beitragsrechnung und den ergänzenden Mitteilungen des Versicherers; fragen Sie bei unklarer Aufschlüsselung nach.

Das passt dazu.

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