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Private Krankenversicherung für Beamte in Münster und Westfalen: Beihilfe, Öffnungsaktion, Wechsel

Kurz beantwortet: Beamte in Münster mit Beihilfe können die Kosten, die die Beihilfe nicht trägt, über einen privaten Restkostentarif absichern. Für Landesbeamte in Nordrhein-Westfalen gilt die Beihilfenverordnung NRW, für Bundesbeamte die Bundesbeihilfeverordnung; wir vergleichen die Tarife unabhängig, das Erstgespräch läuft per Video oder Telefon.
Beamte sind nicht gesetzlich verpflichtet, sich privat zu versichern, die private Krankenversicherung (PKV) ist aber der übliche Weg, weil die Beihilfe des Dienstherrn nur einen Teil der Krankheitskosten trägt. Dieser Text beantwortet fünf häufige Fragen von Beamten und Beamtenanwärtern in Münster und Westfalen: Brauche ich eine PKV? Was zahlt die Beihilfe? Was ist die Öffnungsaktion? Wann lohnt sich ein Wechsel? Was prüft ein Makler? Er ist keine Rechts- und keine Steuerberatung und nennt bewusst keine Beiträge.
Brauche ich als Beamter eine private Krankenversicherung?
Nein, eine Pflicht zur PKV gibt es nicht. Sie brauchen aber eine Absicherung für den Teil der Kosten, den Beihilfe oder Heilfürsorge nicht übernehmen. Für die meisten Beamten mit individueller Beihilfe ist das eine private Restkostenversicherung. Alternativ kommt eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Betracht.
Welche Lösung passt, hängt von Dienstherr, Status und Bundesland ab. Beamte auf Widerruf, auf Probe und auf Lebenszeit sowie Beamte im Polizei- oder Justizvollzugsdienst können unterschiedlich gestellt sein. Prüfen Sie deshalb zuerst, welche Regelung für Sie gilt, und erst danach den Tarif.
- Individuelle Beihilfe: Der Dienstherr erstattet einen Prozentsatz der beihilfefähigen Kosten, der Rest wird meist privat versichert.
- Pauschale Beihilfe: Je nach Dienstherr wird ein Zuschuss zu einer freiwilligen GKV oder zu einer privaten Krankenvollversicherung gezahlt. Ob und zu welchen Bedingungen, regelt der jeweilige Dienstherr.
- Heilfürsorge: Der Dienstherr trägt die Kosten der Heilbehandlung weitgehend selbst, etwa bei Teilen des Polizeidienstes. Ergänzende Absicherung wird dann gesondert geprüft.
- Gesetzliche Krankenversicherung: Bei individueller Beihilfe entfällt in der Regel ein Arbeitgeberanteil. Das sollten Sie vor einer Entscheidung ausdrücklich klären.
Was zahlt die Beihilfe, und was bleibt offen?
Die Beihilfe erstattet einen Anteil der beihilfefähigen Aufwendungen. Der Prozentsatz hängt von Dienstherr, Familienstand, Kinderzahl und Versorgungsstatus ab; Bund und Länder haben eigene Beihilfevorschriften. Offen bleibt der Restanteil, außerdem alles, was nicht beihilfefähig ist oder nur begrenzt erstattet wird.
Dafür nutzen viele Beamte eine private Restkostenversicherung. Sie wird an den Beihilfesatz angepasst. Ändert sich der Satz, etwa durch Heirat, Kinder oder Eintritt in den Ruhestand, muss auch der Versicherungsschutz passen. Fragen Sie nach Anpassungsoptionen, bevor Sie unterschreiben.
Typische Punkte, an denen sich Tarife unterscheiden können:
- Stationäre Leistungen: Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung.
- Ambulante Leistungen: Erstattung für Arzthonorare oberhalb der Regelsätze, Heilpraktiker, Sehhilfen.
- Zahnleistungen: Erstattungsquoten für Zahnersatz, Inlays und Kieferorthopädie, mögliche Staffelungen in den ersten Jahren.
- Selbstbehalt und Beitragsrückerstattung: Sie senken oder verschieben den Beitrag, belasten Sie aber im Leistungsfall.
Was ist die Öffnungsaktion für Beamte?
Die Öffnungsaktion ist ein Angebot vieler privater Krankenversicherer an neu verbeamtete Personen und Anwärter. Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen und innerhalb einer Frist eine Aufnahme auch bei Vorerkrankungen ermöglichen, teils mit begrenzten Risikozuschlägen und ohne Leistungsausschluss. Ob und in welchem Umfang das für Sie gilt, ist im Einzelfall zu klären. Voraussetzungen und Fristen sind gesondert zu prüfen; wir behaupten nicht, dass für Sie bestimmte Erleichterungen bei den Gesundheitsfragen gelten.
Wichtig sind drei Dinge. Erstens: Die Frist knüpft in der Regel an die erstmalige Berufung in das Beamtenverhältnis an; wer sie verpasst, verliert die Möglichkeit unter Umständen. Zweitens: Die Bedingungen unterscheiden sich je Versicherer. Drittens: Beantworten Sie Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß. Falsche oder fehlende Angaben können später dazu führen, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt oder ihn kündigt.
Haben Sie Vorerkrankungen, planen Sie die Öffnungsaktion früh. Sammeln Sie Arztberichte und Diagnosen, bevor Sie einen Antrag stellen. Bei manchen Versicherern lässt sich vorab eine anonyme Risikovoranfrage stellen; sie zeigt, wie ein Antrag voraussichtlich bewertet würde, ist aber nicht verbindlich.
Wann lohnt sich ein Wechsel der privaten Krankenversicherung?
Ein Wechsel lohnt sich nur, wenn der neue Tarif bei gleichen oder besseren Leistungen in Ihrer Lage überzeugt. Bei einem Tarifwechsel innerhalb desselben Versicherers nach § 204 VVG werden die erworbenen Rechte und die Alterungsrückstellung grundsätzlich angerechnet; für Mehrleistungen kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine Gesundheitsprüfung verlangt werden. Beim Wechsel zu einem anderen Versicherer wird bei ab 2009 abgeschlossenen Verträgen grundsätzlich nur der gesetzliche Übertragungswert mitgegeben; bei älteren Verträgen gelten andere Regeln. Prüfen Sie deshalb vor einem Versichererwechsel zuerst, ob ein Tarifwechsel innerhalb Ihres Versicherers die bessere Lösung ist.
Anlässe, über Ihre Absicherung nachzudenken:
- Verbeamtung auf Probe oder auf Lebenszeit: Der Anwärtertarif wird meist umgestellt.
- Heirat oder Kinder: Der Beihilfesatz kann sich ändern, Familienmitglieder brauchen eigene Tarife.
- Wechsel des Dienstherrn oder Bundeslandes: Beihilferegeln können abweichen.
- Wunsch nach anderen Leistungen oder Beitragsentlastung im Alter.
Neue Gesundheitsfragen sind bei einem Wechsel zu einem anderen Versicherer in aller Regel Teil der Annahme. Wer in der Zwischenzeit erkrankt ist, kann schlechter dastehen als heute. Kündigen Sie den alten Vertrag erst, wenn der neue schriftlich angenommen ist.
Was prüft ein Makler bei der PKV für Beamte?
Ein Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO ist dem Interesse des Kunden verpflichtet und vergleicht für Sie Tarife mehrerer Versicherer. Ein Versicherungsmakler muss seine Empfehlung grundsätzlich auf eine hinreichende Zahl von auf dem Markt angebotenen Verträgen und Versicherern stützen. Berät er auf eingeschränkter Grundlage, muss er darüber nach § 60 Abs. 2 VVG vor Abgabe der Vertragserklärung ausdrücklich informieren. Er ersetzt weder die Beihilfestelle noch den Arzt, sortiert aber Beihilferecht, Tarifbedingungen und Ihre persönliche Lage.
- Ihr Status: Dienstherr, Beamtenart, Beihilfesatz, Familiensituation, Heilfürsorge oder pauschale Beihilfe.
- Gesundheitsfragen: Wie viele Jahre zurück, welche Diagnosen, ob Öffnungsaktion oder reguläre Annahme infrage kommt.
- Tarifbedingungen: Leistungsumfang, Selbstbehalt, Anpassungsoptionen, Wartezeiten, Umgang mit Beitragsanpassungen.
- Alternativen: GKV mit oder ohne pauschale Beihilfe, falls für Sie möglich.
- Ergänzungen: Dienst- oder Berufsunfähigkeit und Pflege; Krankentagegeld kommt nur bei einem konkret versicherbaren Verdienstausfall in Betracht.
Bringen Sie Ihre Bezüge- oder Beihilfeunterlagen, bestehende Policen und, wenn vorhanden, Arztberichte mit.
Was kostet die Beratung durch einen Makler?
In der Regel entsteht kein separates Beratungshonorar. Die Courtage ist im Beitrag einkalkuliert und wird vom Versicherer an den Makler gezahlt; Netto- und Direkttarife können abweichen. Maßgeblich sind Erstinformation, Maklervertrag und der konkrete Tarif. Eine Betreuung nach dem Abschluss richtet sich nach dem Maklervertrag.
Wie läuft die Beratung bei Westfalen Versicherungsmakler ab?
Die Beratung findet per Video, Telefon oder nach Absprache bei Ihnen vor Ort statt, in Münster, in Hamm oder an einem anderen Ort der Region. Zuerst klären wir Ihren Status und Ihre Fragen, dann prüfen wir bestehende Verträge und besprechen passende Lösungen mit ihren Grenzen. Entscheiden müssen Sie, nicht wir. Eine verbindliche Aussage zu Annahme oder Beitrag kann nur der Versicherer nach Prüfung Ihrer Angaben treffen.
- Beitrag nach Einkommenwer mehr verdient, zahlt mehr, bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
- Familie beitragsfrei mitversichertKinder und Partner ohne eigenes Einkommen kosten nichts extra.
- Leistungen per Gesetzder Katalog kann sich ändern, für alle Versicherten gleich.
- Rückkehr jederzeit möglichsolange Versicherungspflicht besteht.
- Beitrag nach Alter, Gesundheit, TarifEinkommen spielt keine Rolle, jede Person zahlt eigen.
- Leistungen stehen im VertragBeitrag und Bedingungen lassen sich nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen anpassen (§ 203 VVG).
- Wahlleistungen wählbarZahnersatz, Ein-/Zweibettzimmer, Chefarzt, Heilpraktiker.
- Rückweg nur eingeschränkt möglichab 55 ist die Rückkehr in die GKV an enge gesetzliche Voraussetzungen geknüpft.
Deshalb ist das keine Tarif-, sondern eine Lebensentscheidung. Wir rechnen beide Wege durch — auch den Beitrag im Ruhestand, nicht nur den Einstiegspreis.
Bei Zahnersatz und Kieferorthopädie lohnt der genaue Blick: Die Erstattungshöhe steht im Tarif und unterscheidet sich je nach Tarif deutlich.
IM TARIF GEPRÜFT, NICHT IM PROSPEKTEin- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung sind Wahlleistungen. Wichtiger als der Komfort: freie Krankenhauswahl und offener Hilfsmittelkatalog.
LEISTUNG VOR KOMFORTDie private Pflegepflichtversicherung ist automatisch dabei — sie deckt wie die gesetzliche nur einen Teil der echten Pflegekosten. Der Rest ist Vorsorgethema.
PFLICHTTEIL DECKT NICHT ALLESWir halten fest, was vorhanden ist, wo etwas fehlt und was Ihnen wichtig ist.
Wir prüfen die Vertragsbedingungen statt nur den Preis und finden Überschneidungen.
Sie entscheiden selbst. Ein Wechsel ist kein Muss, und Gutes darf bleiben.
Wischen Sie durch die Schritte.
Als Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO erhalten wir eine Courtage, die im Beitrag enthalten ist. Zusatzkosten entstehen für Sie nicht.
Stand: 4. November 2026. Beiträge, Bedingungen und Rechtslage ändern sich — ob das hier Beschriebene auf Ihre Situation passt, klären wir am besten im Gespräch. Kostenfrei nachfragen.
Redaktion Westfalen Versicherungsmakler · aktualisiert am 4. November 2026
Fachtexte und Ratgeberbeiträge entstehen unter Einsatz von KI und werden vor der Veröffentlichung fachlich geprüft. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei uns. Mehr zum Einsatz von KI.
Häufige Fragen
Wer kann in die private Krankenversicherung wechseln?
Angestellte ab einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze (jährlich angepasst), Selbstständige und Beamte. Für Beamte ist die PKV über die Beihilfe meist besonders günstig.
Wird die PKV im Alter unbezahlbar?
Beiträge können steigen, aber gute Tarife bilden Rücklagen für das Alter. Wir achten bei der Auswahl auf Beitragsstabilität und den gesetzlichen Basistarif als Sicherheitsnetz.
Was kostet mich die Beratung?
Nichts. Wir sind Versicherungsmakler und werden über die Courtage vergütet, die ohnehin im Beitrag des Versicherers steckt — auf Ihre Rechnung kommt dadurch kein Cent obendrauf. Wichtig zu wissen: Diese Vergütung ist in praktisch jedem Tarif einkalkuliert — auch wenn Sie über ein Vergleichsportal selbst abschließen. Ohne Berater sparen Sie also kein Geld, sondern verzichten nur auf Service, Know-how und einen Ansprechpartner, der für die Richtigkeit seiner Beratung haftet. Sollten wir ausnahmsweise eine gesonderte Vergütung vereinbaren, steht das vorher schriftlich fest.
Betreuen Sie auch Münster?
Ja, Münster und das Münsterland gehören zu unserem Gebiet. Die Beratung läuft online per Video oder Telefon.
Mein Fahrrad ist in Münster mein wichtigstes Verkehrsmittel: Ist es über die Hausratversicherung geschützt?
Fahrraddiebstahl ist hier der häufigste Schaden. Entscheidend sind die Entschädigungsgrenze und die Frage, ob Diebstahl aus dem Keller mitversichert ist. Das steht in den Bedingungen, wir prüfen es mit Ihnen.
